Textversion
Preisträger 2008 Nominierungen 2008 Programm 2008 Presse Rückblick Sitemap Kontakt / Impressum
Startseite Preisträger 2008

Preisträger 2008




Preisträger 2008

Martin Buchholz

Den Preis in der Kategorie „Non-Fiktional“ erhielt Martin Buchholz für seine einfühlsame Dokumentation „Zukunft für Nalongos Kinder? Aids-Waisen in Uganda“. 1995 erlebte der Autor und Regisseur Buchholz das Schicksal von AIDS-Waisen in Uganda sowie das hilfreiche Engagement ugandischer Christen. Elf Jahre später reist er zurück in das Land mit der Frage, was aus den AIDS-Waisen von damals wohl geworden ist. Buchholz ist bereits seit 1989 durch seine Reportagen, Features und Dokumentarfilme in Hörfunk und TV vertreten. 2003 erhielt er für seine Dokumentationen „Der Mörder meiner Mutter“ (ARTE/SWR) und „Gott segne unseren Überfall“ (SWR) den Adolf Grimme Preis 2003 Spezial.

Claudia Boysen

Der Preis in der Kategorie „Fiktional“ ging an die Berliner Drehbuchautorin und Regisseurin Claudia Boysen für ihren Film „Dick und Dünner“. Der als Lehrfilm konzipierte Beitrag führt die Zuschauer in die Welt eines zwölfjährigen, übergewichtigen Jungen, der sich gegen die bösartigen Hänseleien seiner Umgebung nur mit seinen lustigen Gedanken und Fantasien wehren kann. Am schlimmsten aber trifft Richard, den alle nur Dick nennen, dass seine Freundin Dany nichts mehr mit ihm zu tun haben will, seit sie selbst so viel abgenommen hat. Auf humorvoll-leichte Art und Weise greift der Film das hochaktuelle Thema Essstörungen bei Jugendlichen und Kindern auf und setzt es kreativ und unterhaltsam um.

Die Preise in Form von je 1.000 € für die Kategorien „Non-Fiktional“ und „Fiktional“ wurden gestiftet von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Bereits zum dritten Mal wurde zudem der mit Leihequipment dotierte Nachwuchspreis, gestiftet von der Münchner Firma Panther GmbH, verliehen.

Dieser ging an Sara Walz für den Dokumentarfilm „El susurro de los árabeles (Das Flüstern der Bäume)“.
Sara Walz studierte von 2001 bis 2006 an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HDM) Audiovisuelle Medien mit Schwerpunkt Kamera. Bei dem prämierten Film handelt es sich um ihren Abschlussfilm an der Hochschule. Der ungewöhnlich leise, einfühlsame Film erzählt die Geschichte einer Familie in der südlichen Andenregion Chiles, die zu einem Ureinwohnervolk gehören, das in seinem Namen Bezug auf einen Baum nimmt: Mapuche Pehuenche – Menschen der Araukarie. Die Frucht dieses Baumes hat Ihnen über Jahrhunderte das Überleben in dieser rauen Gegend ermöglicht. Doch heute leben die Mapuche in einer Zeit des Wandels. Trotzdem sind Liebe und Zusammenhalt Werte, welche sie von ihren Vorfahren geerbt haben und die sie gegen die neuen Einflüsse verteidigen wollen. „Ein Film, der sich Zeit lässt und seinen großartigen Bildern vertraut. Die Musik sowie die sparsame Kommentierung sind ihrem Gegenstand angemessen und lassen vor allem die Bilder und die Porträtierten sprechen,“ so Dr. Gehring. „Zudem bieten die lebendige Frömmigkeit der Mapuche und ihre Lebensweise Anstoß zur Nachdenklichkeit über unsere eigene, auch christliche, Lebenskultur.“